Mimesis

Montenegro
Montenegrinisch
Belletristik
2003

In seinem 2003 erschienenen, teilweise autobiografischen Roman beschreibt Nikolaidis die Menschen, denen er täglich begegnet, und ihre ganz und gar nicht städtischen Gewohnheiten. Er beschreibt das Städtchen Ulcinj an der montenegrinischen Mittelmeerküste und das Dilemma der Hauptfigur Konstantin Teofilis: Soll er den als deprimierend empfundenen Ort und sein Land, das er zurückgeblieben findet und in dem die Menschen aus Armut für Kriegsverbrecher stimmen, verlassen oder nicht? Der paradiesische Westen lockt, stellt sich aber doch eher als Vorhölle heraus. Die Kapitel des Buches hat Nikolaidis nach seinen Lieblingssongs benannt, seine Schreibweise ist dicht, detailreich und atmosphärisch. Er selbst hat Mimesis einmal mit Tausendundeiner Nacht verglichen: Wie Scheherazade gehe es Konstantin darum, einen Aufschub herauszuhandeln.

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