Vielleicht Esther

Katja Petrowskaja

Verlag: Suhrkamp

Deutschland
Deutsch
Belletristik
2014

Hieß sie wirklich Esther, die Großmutter des Vaters, die 1941 im besetzten Kiew allein in der Wohnung der geflohenen Familie zurückblieb? Die jiddischen Worte, die sie vertrauensvoll an die deutschen Soldaten auf der Straße richtete – wer hat sie gehört? Und als die Soldaten die Babuschka erschossen, „mit nachlässiger Routine“ – wer hat am Fenster gestanden und zugeschaut? Die unabgeschlossene Familiengeschichte, die Katja Petrowskaja in kurzen Kapiteln erzählt, hätte ein tragischer Epochenroman werden können: der Student Judas Stern, ein Großonkel, verübte 1932 ein Attentat auf den deutschen Botschaftsrat in Moskau. Sterns Bruder, ein Revolutionär aus Odessa, gab sich den Untergrundnamen Petrowski. Ein Urgroßvater gründete in Warschau ein Waisenhaus für taubstumme jüdische Kinder. Wenn aber schon der Name nicht mehr gewiss ist, was kann man dann überhaupt wissen?

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  • Morda Ester

    Jahr:  2022
    Verlag:  Ebesede
    Übersetzer*in:  Ana Grmek
    Land:  Slowenien
    Sprache:  Slowenisch
  • Možda Esther

    Jahr:  2019
    Verlag:  Buybook
    Übersetzer*in:  Mira Đorđević
    Land:  Bosnien und Herzegowina
    Sprache:  Bosnisch
  • Poate Estera

    Jahr:  2016
    Verlag:  Humanitas fiction
    Übersetzer*in:  Alexandru Şahighian
    Land:  Rumänien
    Sprache:  Rumänisch